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19.02.2013 - 19.02.2013 | Düsseldorf

„Nicht für das Leben lernen wir, sondern für den Tod“ Abschied von einer Totenbuchtradition

Das Totenbuch ist eine Sammlung von rund 200 Sprüchen, die im Alten Ägypten Verstorbenen mit ins Grab gegeben wurden.
Etwa zwei Jahrzehnte lang widmete sich das Totenbuch-Projekt, das an der Universität Bonn angesiedelt war, der Erschließung und Erforschung dieses Textcorpus.
Zum Abschluss des Vorhabens stellen die Mitarbeiter ihre tägliche Arbeit vor, präsentieren die Ergebnisse und zeigen auf, wie ein projektbezogenes Archiv über die Laufzeit hinaus verwendbar bleibt.

Bunt bemalte Gräber, reich verzierte Sarkophage, kostbare Grabbeigaben – die Hinterlassenschaften der alten Ägypter erwecken den Eindruck, dass sie sich ihr ganzes Leben lang mit dem Tod beschäftigten, als hätten sie ihn herbeigesehnt. Das Gegenteil ist der Fall: Sie hatten solche Angst ohne Wohnung zu sein, dass sie ihr Grab als Haus für die Ewigkeit bauten. Sie entwickelten für ihren Körper aufwendige Schutzhüllen und die Technik der Mumifizierung, um der Verwesung zu entgehen. Und sie deponierten bei sich reiche Beigaben, weil sie fürchteten im Jenseits ihren Status zu verlieren und mittellos zu sein.

Teil dieser Grabausstattung und Schutzausrüstung war über 1500 Jahre hinweg das Totenbuch. Diese Textsammlung, vorwiegend auf Papyrus aufgetragen und bebildert, gewährt uns Einblicke, wie sich die Ägypter das Jenseits vorstellten, welche Ängste sie damit verbanden, aber auch Hoffnungen.
Etwa zwei Jahrzehnte lang widmete sich das Totenbuch-Projekt, das an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn angesiedelt war, der Erschließung und Erforschung dieses Textcorpus.
Zum Abschluss des Vorhabens stellen die Mitarbeiter ihre tägliche Arbeit vor, präsentieren die Ergebnisse und zeigen auf, wie ein projektbezogenes Archiv über die Laufzeit hinaus verwendbar bleibt.
Die Finanzierung erfolgte bis 2012 im Rahmen des Akademienprogramms, eines der größten Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland, das Langzeitforschungen überwiegend in den Geisteswissenschaften fördert. In Nordrhein-Westfalen werden mit dem Akademienprogramm zur Zeit 13 Forschungsvorhaben mit rund 4,4 Millionen Euro gefördert.
Ablauf

17.00 Uhr: Begrüßung
Prof. Dr. Wolfgang Dieter Lebek
Vizepräsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Einführung | Moderation
Dr. Marcus Müller
Totenbuch-Projekt, Universität Bonn

Vorträge
Totenbuch im Kontext: Überlegungen aus archäologischer Sicht
Dr. Stephen Quirke, The Petrie Museum, University College London

Ergebnisse und Perspektiven der Totenbuchforschung
Dr. Florence Albert / Dr. Rita Lucarelli / Felicitas Weber, M.A. / Aris Legowski, M.A.
Totenbuch-Projekt, Universität Bonn

Aspekte digitaler Forschung am Beispiel des Totenbuch-Projekts
Dipl. Reg.-Wiss. Ulrike Henny / Dr. des. Patrick Sahle
Cologne Center for eHumanities (CCeH), Universität zu Köln

Schlusswort

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk ein.

Hinweise zur Teilnahme:
Bitte senden Sie Ihre Zu- oder Absage bis zum 14. Februar 2013
per Post an die angegebene Adresse, per E-Mail an: awk@awk.nrw.de oder
per Fax an: 0211 61734 -500.

Termin:

19.02.2013 17:00 - 20:00

Veranstaltungsort:

Anreisebeschreibung
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie uns mit der Straßenbahnlinie 708, Haltestelle Kronprinzenstraße, oder mit der S-Bahn, Haltestelle Düsseldorf Bilk S-Bahnhof.
Parkmöglichkeit besteht im Parkhaus der Düsseldorf Arcaden.
Eingabe für Navigationsgeräte:
Bachstr. 145, 40217 Düsseldorf.
40217 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

Zielgruppe:

Journalisten, jedermann

E-Mail-Adresse:

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Geschichte / Archäologie, Kulturwissenschaften

Arten:

Konferenz / Symposion / (Jahres-)Tagung, Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

04.02.2013

Absender:

Dirk Borhart

Abteilung:

Presse und Kommunikation

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw.tu-clausthal.de/de/event42454

Anhang
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