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12.11.2012 11:02

DFKI-Doktoranden als Elitenachwuchs im Software Campus ausgewählt

Reinhard Karger M.A. DFKI Saarbrücken
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

    Für den Software Campus, das Führungskräfteprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und deutscher IT-Unternehmen, qualifizierten sich 14 DFKI-Kandidaten. Mit anwendungsnahen Projekten überzeugten die Bewerber aus den Forschungsbereichen Intelligente Benutzerschnittstellen, Sprachtechnologie, Agenten und Simulierte Realität sowie aus dem Institut für Wirtschaftsinformatik die Jury. Inklusive der DFKI-Pilotteilnehmer 2011 kommen damit 16 der insgesamt 80 Software Campus-Teilnehmer aus dem DFKI. Mit weiteren erfolgreichen Bewerbern von der Universität des Saarlandes und dem Max-Planck-Institut für Informatik bestätigt der IKT-Standort Saarbrücken damit seine Exzellenz.

    Die Themen der erfolgreichen DFKI-Bewerber spiegeln die Bandbreite der DFKI-Forschung wider und widmen sich im Kern der Integration von Computern in alltägliche Lebens- und Arbeitswelten durch die Verbesserung der Mensch-Maschine-Schnittstelle. Über eine Laufzeit von maximal zwei Jahren werden sie im Rahmen eines Mentorenprogramms von ihren akademischen und industriellen Partnern betreut. Die Industriepartner der DFKI-Teilnehmer sind: Deutsche Post, Deutsche Telekom, Robert Bosch GmbH, SAP AG, Scheer Group GmbH und Software AG.

    "Die Betreuung der Teilnehmer des Software Campus durch Spitzenforscher des DFKI garantiert höchstes fachliches Niveau, wirtschaftsnahe Forschung und europäische Vernetzung. Wir sind am DFKI stolz auf unsere Doktoranden, die nicht nur die Forscher sondern auch die Experten aus der Industrie in der Auswahljury in so großer Zahl überzeugt haben, dass wir nun in Deutschland das Forschungszentrum mit dem größten Team an Doktoranden im Software Campus sind", erklärt Prof. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der DFKI-Geschäftsführung.

    In ihren Projekten gehen die Software Campus-Teilnehmer z.B. der Frage nach, wie innovative Interaktionstechniken aussehen können, welche Eingabemodi jenseits von Maus und Tastatur denkbar sind und wie eine hohe Nutzerakzeptanz erreicht werden kann. Dabei spielt auch die benutzerfreundliche Gestaltung mobiler Anwendungen für heterogene Zielgruppen eine Rolle. Welche Apps werden tatsächlich genutzt? Welche werden nur sporadisch eingesetzt?

    Die Einreichungen von DFKI-Mitarbeitern befassen sich mit semantischer Analyse, der Extraktion von Informationen in domänenspezifischen Datenmengen oder mit der Frage, wie aus E-Mail-Anfragen von Kunden automatisch Schlussfolgerungen auf deren zugrunde liegendes Anliegen gezogen werden können. Sie untersuchen die Auswirkungen von personalisierten, auf den Fahrer maßgeschneiderten Informationen im PKW: Wie kann der Hinweis des Infotainment-Systems etwa auf Sehenswürdigkeiten oder freie Parkplätze so erfolgen, dass der maximale Nutzen erreicht wird, ohne den Fahrer abzulenken?

    Im Bereich der Industrie- und Unternehmenssoftware konnten sich DFKI-Mitarbeiter mit Konzepten zur Fernwartung von Produktionsanlagen über grafische Benutzerschnittstellen durchsetzen oder mit Arbeiten am geplanten Datenstandard Object Memory Modeling (OMM), der die Integration von Fertigungsstrecken über Unternehmensgrenzen hinweg ermöglicht. Beide Ansätze dienen der Umsetzbarkeit einer neuartigen Produktionslogistik in sogenannten SmartFactories, in denen intelligente Maschinen, Lagersysteme und Betriebsmittel eigenständig Informationen austauschen, Aktionen auslösen und sich gegenseitig selbstständig steuern. Unter dem Stichwort Industrie 4.0 fördert das BMBF dieses Zukunftsprojekt.

    Auf dem Gebiet der klassischen Geschäftsprozessanalyse exploriert ein Projekt neue Herangehensweisen und Technologien für Business Process Optimization (BPO) und ihre Einsetzbarkeit im Unternehmen.

    Die Arbeiten zu Display as a Service (DaaS) überwinden die starre Punkt-zu-Punkt-Verbindung von Computer und Monitor. DaaS ist ein Internet Service, der Computer und Anzeigegeräte kabellos so verbindet, dass Bildschirminhalte über einen Pixelserver auf eine beliebige Anzahl Displays geschaltet werden können, auch wenn diese sich an gänzlich unterschiedlichen Orten befinden.

    Mit einem Forschungsvorhaben zur Aktivitätserkennung des Nutzungs- und Verbrauchsverhaltens von privaten Stromabnehmern konnte eine Untersuchung im Umfeld der Energie- und Umwelttechnologie platziert werden, die Beiträge leisten wird in den Kontexten Ambient Assisted Living (AAL) und nachbarschaftlicher Energiehandel.

    Über die nächsten zwei Jahre werden die Teilnehmer nun begleitet, in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung und Industrie innovative IT-Ideen umzusetzen und in Führungskräftetrainings ihre Management-Fähigkeiten auszubauen. Die Finanzierung tragen die beteiligten Industriepartner und das BMBF zu jeweils gleichen Teilen.

    Der Software Campus ist ein gemeinsames Projekt der Technischen Universitäten Berlin, Darmstadt und München, des Karlsruher Instituts für Technologie, der Universität des Saarlandes, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, des Fraunhofer-Verbundes IuK-Technologie und des Max-Planck-Instituts für Informatik sowie der Industriepartner Bosch, DATEV, Deutsche Post, Deutsche Telekom, SAP, Scheer Group, Siemens, Software AG und dem Management-Partner EIT ICT Labs Germany. Der Software Campus wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Industriepartnern.

    Das von Politik, Wirtschaft und Forschung in die Forschungsunion der Bundesregierung von Prof. Wahlster eingebrachte Qualifizierungsprogramm wirkt dem Mangel an Führungspersönlichkeiten mit IT-Hintergrund entgegen. Neben fachlichem IT-Wissen fördert der Software Campus insbesondere Führungskompetenzen und Soft Skills. Säulen des Programms sind die Umsetzung eines eigenen IT-Projektes im Rahmen des Masterstudiums oder der Promotion in Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung und Industrie. Dieses IT-Projekt wird mit bis zu 100.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Industriepartner stellen zudem gezielt Führungskräftetrainings bereit, mit denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Jahr lang weitergebildet werden. Darüber hinaus arbeiten die jungen IT-Experten eng mit einem Mentor an ihren persönlichen Zielen und Karrierevorstellungen.

    Kontakt
    Reinhard Karger, M.A.
    Unternehmenssprecher
    Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
    Tel.: +49 681 85775 5253
    Fax: +49 681 85775 5485
    Mobil: +49 151 1567 4571
    E-Mail: reinhard.karger@dfki.de


    Weitere Informationen:

    http://www.dfki.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Energie, Informationstechnik, Maschinenbau, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Die DFKI-Teilnehmer des Software Campus mit Prof. Wahlster


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    Software Campus


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