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12.11.2012 14:24

Grundsteinlegung: Forschungszentrum für Molekulare Biosysteme wird gebaut

Luise Dirscherl Stabsstelle Kommunikation und Presse
Ludwig-Maximilians-Universität München

    Der HighTechCampus der LMU in Großhadern/Martinsried wird um einen wichtigen Baustein erweitert: Am heutigen Montag wurde der Grundstein für das Forschungszentrum für Molekulare Biosysteme (BioSysM) gelegt.

    Die Baukosten Gesamtkosten für BioSysM werden insgesamt rund 29,6 Millionen Euro betragen, davon sind 14,3 Millionen Euro Bundesmittel. Der Finanzierungsanteil des Freistaats Bayern in Höhe von 15,3 Millionen Euro stammt zum größten Teil aus dem Programm „Aufbruch Bayern“. Auf den über 3.700 Quadratmetern Nutzfläche wird künftig zu den Schwerpunkten Molekulare Maschinen, Genetische Netzwerke, Biosystemanalyse und -modellierung, Synthese biologischer Agenzien sowie Einzelmoleküluntersuchung und Bioimaging geforscht. Zudem ist in dem Gebäude die Graduiertenschule Quantitative Biosciences Munich (QBM) angesiedelt.

    Schwerpunkte am Forschungszentrum Molekulare Biosysteme

    Im Forschungszentrum BioSysM in Großhadern wird die Erforschung molekularer Biosysteme ein Zuhause finden. Dieses neue Wissenschaftsgebiet zielt darauf ab, komplexe biologische Systeme im Ganzen zu erfassen und neue Verfahren zur Analyse und gezielten Steuerung molekularer Prozesse zu entwickeln. Dazu werden Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aus dem Bereich der biologisch-chemischen Forschung zusammenarbeiten. Durch Teamwork soll vor allem ein zentraler Prozess allen Lebens im Detail geklärt werden: die Regulation der Gene. BioSysM wird erstmals die molekular-mechanistische Ebene dieses Prozesses in vollem Umfang in die biologische und mathematische Betrachtung regulatorischer Systeme integrieren und innovative Technologien an der Grenzfläche von Biochemie, Genetik, Bioinformatik, Synthesechemie und Bioimaging etablieren. Gleichzeitig soll ein enger Bezug zur medizinischen Anwendung hergestellt werden, vor allem in der Krebs-, Stammzell- und Kreislaufforschung.

    Das neue Forschungszentrum gründet auf der Expertise des Genzentrums und der LMU-Exzellenzcluster Center for Integrated Protein Science Munich (CIPSM) und Nanosystems Initiative Munich (NIM) sowie mehrerer Sonderforschungsbereiche und wird in unmittelbarer Nachbarschaft zu zahlreichen naturwissenschaftlichen und medizinischen Einrichtungen auf dem High-Tech-Campus angesiedelt sein.

    Mit seiner engen Verflechtung von biologischer, mathematisch-computergestützter, biophysikalischer und chemischer Forschung und seiner thematischen Fokussierung auf die Genregulation will BioSysM eine in Deutschland und Europa führende Position einnehmen. Das Zentrum soll eine neue Generation von systemisch denkenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausbilden und die Zukunft der molekularen Lebenswissenschaften in Deutschland entscheidend mitgestalten.

    Zum Bau

    Das neue 4-stöckige Gebäude wird über große Doppel- und Speziallabore, Konferenzräume sowie Büros, PC- und Seminarräume und kleinere Laboreinheiten verfügen. In den Untergeschossen werden künftig neben Lager- und Technikräumen auch der zentrale Serverraum und die Labore für Mikroskopie untergebracht. Im Foyer wird für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Gäste eine Cafeteria integriert.

    Der Neubau bildet als massiver, rechteckiger Bau mit abgerundeten Ecken einen signifikanten Auftakt am nordwestlichen Eingang des Forschungscampus der LMU in Großhadern. Er erhält auf der Südwestseite Balkone, die Fassade wird durch eine horizontal umlaufende Bänderung gegliedert und bietet so ein Wechselspiel zwischen den geschlossenen Bereichen und den Fensterflächen (siehe Bildergalerie). Das Gebäude, das vom Architekturbüro Fritsch + Tschaidse geplant wurde, soll zum Wintersemester 2015 in Betrieb gehen.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Chemie
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


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