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12.11.2012 16:08

Forschung im Bündnis von Wissenschaft und Wirtschaft

Julia Wandt Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Universität Konstanz

    Universität Konstanz richtet Transferplattformen und eine Gründerinitiative zur Förderung von anwendungsorientierter Forschung ein

    Forschungskooperationen zwischen Universitäten und der Wirtschaft oder dem öffentlichen Bereich spielen eine wichtige Rolle für eine anwendungsorientierte und zeitgerechte Wissenschaft, nicht zuletzt auch als Türöffner für Karriereoptionen der Forscherinnen und Forscher jenseits der Hochschulen. Mit dem Modell der „Transferplattformen“ initiiert die Universität Konstanz ein innovatives Konzept, das die Zusammenarbeit zwischen Universität und außeruniversitären Partnern intensiviert.

    Zugleich werden Gründungsvorhaben von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gefördert und auf diesem Wege Forschungswissen in den Anwendungsbereich von Industrie und Gesellschaft übermittelt. Die Transferplattformen werden als Teil des Zukunftskonzeptes „Modell Konstanz – für eine Kultur der Kreativität“ im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder eingerichtet und von der Universität Konstanz in einem kompetitiven Vergabeverfahren zum 15. Januar 2013 erstmalig ausgeschrieben.

    Transferplattformen unterstützen anwendungsorientierte Forschungsprojekte an der Universität Konstanz, die unter Beteiligung von Partnern aus Wirtschaft und aus dem öffentlichen Bereich durchgeführt werden. Sie kombinieren die universitäre Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Forschung, um im Rahmen von gemeinsam getragenen Projekten Erkenntnisse für Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft nutzbar zu machen und weiterzuentwickeln.

    Transferplattformen werden zunächst für die Dauer von zwei Jahren eingerichtet. Sie dienen in erster Linie der Anschubfinanzierung von anwendungsorientierten Forschungsprojekten. Im Verbund mit den Fördermaßnahmen des Konstanzer Zukunftskonzeptes in den Bereichen der Forschungsinitiativen, Infrastruktur- und Netzwerkplattformen erbringen sie Synergieeffekte für die Initiierung neuer Forschungsprojekte. Auch die Vorbereitung von innovativen Gründungsvorhaben von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Konstanz kann durch Transferplattformen unterstützt werden.

    Transferplattformen sind Bausteine einer Gesamtstrategie der Universität Konstanz, in der sie gezielt Gründungsvorhaben ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ihrer Studierenden fördert. Gemeinsam mit der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) schuf sie die zentral koordinierte Gründerinitiative „Campus Startup Konstanz“. Im Mittelpunkt dieser Initiative steht eine professionelle Gründungsberatung, die die beiden Konstanzer Hochschulen seit Oktober 2012 ihren Mitgliedern anbieten, aber auch die unternehmerische Ausbildung von künftigen Gründern und Führungskräften. Universität Konstanz und HTWG stehen hierzu in enger Abstimmung mit dem Technologiezentrum Konstanz sowie der städtischen Wirtschaftsförderung und haben sich mit allen gründungsrelevanten Institutionen der Region zu einem „Gründernetzwerk Konstanz“ zusammengeschlossen. Beispiele für erfolgreiche Ausgründungen aus der Universität Konstanz sind die Unternehmen GATC Biotech, MCAT, Trenzyme und Gigaoptics.

    Ergänzend zur Gründungsberatung hat die Universität Konstanz zum Oktober 2012 die Stelle eines Innovationsscouts eingerichtet, der gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Potentiale ihrer universitären Forschung für deren Anwendung in Wirtschaft und Gesellschaft identifiziert. Der Innovationsscout steht in engem Kontakt zu den Fachbereichen und ist – wie auch die Gründungsberatung – in das engmaschige Netz der sich ergänzenden universitären Dienstleistungen, Förderprogramme und Personalentwicklungsangebote eingebunden.

    Hinweis an die Redaktionen:
    Zur Unterstützung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrem innovationsorientierten Denken veranstaltet die Universität Konstanz am Montag, 22. November 2012, ab 17 Uhr im Raum Y 310 den Patent-Workshop „Patente Wissenschaft. Erfinden an der Universität Konstanz“. Die Vorträge und die Podiumsdiskussion zur Patentierung und Verwertung von Erfindungen sind speziell auf die Anforderungen von Erfinderinnen und Erfindern der Universität Konstanz im Bereich Biologie und Chemie abgestimmt. Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Technologie-Lizenz-Büro der Baden-Württembergischen Hochschulen (TLB) wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) gefördert.

    Kontakt:
    Universität Konstanz
    Kommunikation und Marketing
    Telefon: 07531 / 88-3603
    E-Mail: kum@uni-konstanz.de

    Prof. Dr. Andreas Marx
    Universität Konstanz
    Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs
    Universitätsstraße 10
    78464 Konstanz
    Telefon: 07531 / 88-5139
    E-Mail: Andreas.Marx@uni-konstanz.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-konstanz.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


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