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16.11.2012 12:23

Claus Ropers erhält Walter-Schottky-Preis

Thomas Richter Presse, Kommunikation und Marketing
Georg-August-Universität Göttingen

    Prof. Dr. Claus Ropers vom Institut für Materialphysik der Universität Göttingen erhält den mit 10.000 Euro dotierten Walter-Schottky-Preis. Der Preis wird von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Festkörperforschung verliehen. Der 35-Jährige wurde für seine Untersuchungen zum photoelektrischen Effekt an Nanostrukturen in starken infraroten Lichtfeldern ausgezeichnet. Er erhält den Preis im März 2013 während der DPG-Frühjahrstagung in Regensburg.

    Pressemitteilung
    Nr. 224/2012

    Claus Ropers erhält Walter-Schottky-Preis
    Göttinger Physiker für hervorragende Arbeiten zur Festkörperforschung ausgezeichnet

    Prof. Dr. Claus Ropers vom Institut für Materialphysik der Universität Göttingen erhält den mit 10.000 Euro dotierten Walter-Schottky-Preis. Der Preis wird von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Festkörperforschung verliehen. Der 35-Jährige wurde für seine Untersuchungen zum photoelektrischen Effekt an Nanostrukturen in starken infraroten Lichtfeldern ausgezeichnet. Er erhält den Preis im März 2013 während der DPG-Frühjahrstagung in Regensburg.

    Beim photoelektrischen Effekt treten aus einer mit Licht bestrahlten Metalloberfläche Elektronen aus. In den Experimenten des Göttinger Wissenschaftlers schlagen ultrakurze infrarote Laserpulse Elektronen aus Goldspitzen mit wenigen Nanometern Größe heraus, und zwar innerhalb weniger Millionstel einer Milliardstel Sekunde. Nach der Schulbuchbeschreibung des Photoeffekts dürften dabei jedoch gar keine Elektronen emittiert werden, weil die Energie eines Infrarot-Photons dafür nicht ausreicht. Prof. Ropers und seine Arbeitsgruppe haben gezeigt, dass sich die Elektronen bei sehr starken Laserfeldern und in Nanostrukturen völlig neuartig verhalten. In den starken infraroten Lichtfeldern an der Spitze der Nanostruktur wächst die Energie der Elektronen mit der Lichtintensität und der Wellenlänge – zwei Abhängigkeiten, die in direktem Gegensatz zum üblichen Photoeffekt stehen. Die Energie der Elektronen wächst dabei auf eine Weise, die stark von der Form der Nanostruktur abhängt.

    Prof. Ropers hat in Göttingen studiert und wurde dort nach Aufenthalten in Berkeley und der Promotion in Berlin 2008 auch Leiter der Nachwuchsgruppe „Nano-Optik und ultraschnelle Dynamik“. „Experimentalphysik ist Teamarbeit“, sagt Prof. Ropers. „Für meine Mitarbeiter ist der Preis genauso eine Auszeichnung wie für mich.“ Für seine richtungsweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der Nano-Optik erhielt Prof. Ropers im März 2009 bereits den Nanowissenschaftspreis der Arbeitsgemeinschaft der Nanotechnologiekompetenzzentren Deutschlands.

    Insgesamt hat die DPG 21 Preisträgerinnen und Preisträger benannt, die 2013 auf der 77. DPG-Jahrestagung in Dresden ausgezeichnet werden. Weitere Informationen zu allen Ausgezeichneten sind unter http://www.dpg-physik.de/presse/pressemit/2012/dpg-pm-2012-24.html zu finden.

    Kontaktadresse:
    Prof. Dr. Claus Ropers
    Georg-August-Universität Göttingen – Fakultät für Physik
    Institut für Materialphysik & Courant Forschungszentrum Nanospektroskopie und Röntgenbildgebung
    Friedrich-Hund-Platz 1, 37077 Göttingen, Telefon (0551) 39-4549
    E-Mail: cropers@gwdg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-goettingen.de/de/91116.html - Arbeitsgruppe Prof. Dr. Claus Ropers


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Physik / Astronomie
    überregional
    Personalia, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Prof. Dr. Claus Ropers


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