idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
WJ2014


Teilen: 
06.12.2012 12:27

Projekt DIVI-REVERSI zur medizinischen und ökonomischen Qualität von Intensivstationen

Larissa Vogt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V.

    Hamburg - Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ergreift mit dem Projekt DIVI-REVERSI (DIVI-Register Versorgungsforschung) die Initiative in der Versorgungsforschung der Intensivmedizin. Der Startschuss erfolgt zum 12. Jahreskongress der DIVI. „Mit diesem Programm ist erstmals eine systematische Versorgungsforschung in diesem so vielschichtigen und hochdifferenzierten Feld der Medizin möglich“, erklärt Kongresspräsident Professor Tobias Welte.

    Die heutige Intensivmedizin ist ein hochspezialisierter Bereich mit immer komplexeren und schwierigeren Behandlungsoptionen. Bei Schwerverletzten und Risikopatienten, bei Menschen mit Mehrfacherkrankungen sowie bei Neugeborenen, Säuglingen und hochbetagten Senioren geht es manchmal um Sekunden, in denen Ärzte die richtigen und nicht zuletzt auch lebensrettenden Entscheidungen treffen müssen. Dabei kommt hochmoderne Medizintechnik zum Einsatz, die zusammen mit dem personellen Aufwand erhebliche Kosten verursachen kann.

    Ärzte und Pflegekräfte müssen dabei möglichst optimal Hand in Hand zusammenarbeiten, sich bestenfalls sogar blind verstehen. „Denn nur dann können wir allen Patienten die optimale Versorgung gewährleisten“, sagt Professor Michael Quintel, Präsident der DIVI. „Deshalb freuen wir uns, auf dem diesjährigen Jahreskongress den Start des DIVI-REVERSI-Programms ankündigen zu können.“ Neben dem Entstehen einer umfassenden Datenbank wird DIVI-Reversi den teilnehmenden Einrichtungen mit Intensivstationen Feedback geben und den Vergleich mit den Leistungen anderer Stationen außerhalb des eigenen Hauses ermöglichen. Der entstehende Wissenstransfer soll eine verbesserte und auch effizientere Versorgung der Patienten gewährleisten.

    Grundlage der Analyse ist ein Kerndatensatz, den die Mitglieder der DIVI seit 1999 in aufwändiger Kleinarbeit entwickelt haben. Die fünf Fachgruppen der Intensivmedizin betreibenden Fächer – Anästhesie, Chirurgie, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin sowie die Neuromedizin und die Neurochirurgie – konnten sich nach Vorarbeiten vor allem durch die Deutsche Gesellschaft für Anästhesie (DGAI) einigen. „Nach dem erfolgreichen Probebetrieb im letzten Quartal diesen Jahres können ab 2012 alle Intensivstationen daran teilnehmen“, sagt Professor Quintel, der auch Leiter der Anästhesiologie am Universitätsklinikum Göttingen ist.

    Auf dem derzeitigen Kongress der DIVI in Hamburg (http://www.divi2012.de) werden alle Interessenten in die Materie eingeführt, so dass bei ausreichender Teilnehmerzahl nach einjähriger Praxis dieses Verfahrens im Jahre 2014 Vergleichsdaten vorliegen werden. „Für alle Beteiligten, und dazu gehören die DIVI-Fachgesellschaften, die Berufsverbände und die persönlichen Mitglieder, ist dieses neue Projekt ein Aufbruchssignal in eine Zeit verbesserter Transparenz der medizinischen Leistungen und Kompetenz der einzelnen Intensiveinheiten“, freut sich die DIVI.

    DIVI weltweit einzigartig
    Die 1977 gegründete DIVI ist ein weltweit einzigartiger Zusammenschluss von mehr als 1500 Anästhesisten, Neurologen, Chirurgen, Internisten, Kinder- und Jugendmedizinern sowie Fachkrankenpflegern und entsprechenden Fachgesellschaften: Ihre fächer- und berufsübergreifende Zusammenarbeit und ihr Wissensaustausch machen im Alltag den Erfolg der Intensiv- und Notfallmedizin aus. Insgesamt bündelt die DIVI damit das Engagement von mehr als 30 Fachgesellschaften.

    Die Experten der DIVI:
    - Professor Tobias Welte ist Präsident des 12. Kongresses der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin und Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover.
    - Professor Michael Quintel ist Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Er leitet die Anästhesiologie am Universitätsklinikum Göttingen.

    Gerne vermitteln wir Ihnen unsere Experten für Ihre Anfragen und Interviews sowie Bildmaterial. Um Belegsendung wird im Veröffentlichungsfall gebeten.

    Ihre Ansprechpartnerin:
    Larissa Vogt
    Pressesprecherin
    Luisenstraße 45
    10117 Berlin
    Telefon: 0173/6194422
    E-Mail: pressestelle@divi-org.de


    Weitere Informationen:

    http://www.divi2012.de - Kongress-Website DIVI 2012
    http://www.divi-org.de - Homepage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)


    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung im PDF-Format

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).