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29.01.2013 10:46

Ruhr-Universität trauert um Padma Kant Shukla

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Die Ruhr-Universität Bochum trauert um Prof. Dr. Dr. h.c. Padma Kant Shukla (Physik und Astronomie). Er starb am 26. Januar 2013 völlig unerwartet auf einer Dienstreise in Neu-Delhi, Indien an einem Herzinfarkt. Prof. Shukla war kurz zuvor von Bochum nach Indien geflogen, um dort von Premierminister Dr. Manmohan Singh den renommierten „Hind Rattan“-Preis entgegenzunehmen. „Mit Padma Kant Shukla, dem ersten Inhaber des International Chair der Ruhr-Universität, verlieren wir einen unserer hervorragendsten Wissenschaftler und einen engagierten Botschafter der RUB in der ganzen Welt“, sagte Rektor Prof. Elmar Weiler. Padma Shukla hätte in diesem Jahr sein 40. Jubiläum in Bochum gefeiert.

    Die Ruhr-Universität trauert um Padma Kant Shukla
    „Internationaler Botschafter“ und herausragender Wissenschaftler gestorben
    Fast 40 Jahre Physik an der RUB

    Die Ruhr-Universität Bochum trauert um Prof. Dr. Dr. h.c. Padma Kant Shukla (Physik und Astronomie). Er starb am 26. Januar 2013 völlig unerwartet auf einer Dienstreise in Neu-Delhi, Indien an einem Herzinfarkt. Prof. Shukla war kurz zuvor von Bochum nach Indien geflogen, um dort von Premierminister Dr. Manmohan Singh den renommierten „Hind Rattan“-Preis entgegenzunehmen. Die Auszeichnung der NRI Welfare Society of India würdigt den außergewöhnlichen Beitrag und die Verdienste in seinem Arbeitsbereich (http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2013/pm00012.html.de). „Mit Padma Kant Shukla, dem ersten Inhaber des International Chair der Ruhr-Universität, verlieren wir einen unserer hervorragendsten Wissenschaftler und einen engagierten Botschafter der RUB in der ganzen Welt“, sagte Rektor Prof. Elmar Weiler. Padma Shukla hätte in diesem Jahr sein 40. Jubiläum in Bochum gefeiert.

    Von Indien nach Bochum

    Padma Kant Shukla wurde 1950 in Tulapur (Indien) geboren und zog nach Europa, als er 21 Jahre alt war. Seit 1993 war er deutscher Staatsbürger. An der Fakultät für Physik und Astronomie der Ruhr-Universität forschte er seit 1973 mit großem Engagement und unvergleichlichem Enthusiasmus an einer Schnittstelle zwischen Astro- und Plasmaphysik. Seine Ergebnisse veröffentlichte er regelmäßig in hochkarätigen Fachzeitschriften; insgesamt war er an mehr als 1.400 wissenschaftlichen Publikationen beteiligt. Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Ehrungen. Besonders herausragend war zum einen die Nicholson-Medaille, die er im Jahr 2005 als erster Westeuropäer überhaupt bekam. Zum anderen wurde Padma Shukla im Herbst 2006 als erster deutscher Staatsbürger in die Physikklasse der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften berufen, der nur wenige ausgewählte Wissenschaftler aus aller Welt angehören. Als Mitglied der Akademie beriet er das Nobelpreis-Komitee.

    Botschafter der RUB in der Welt

    Seit 2010 hatte Padma Kant Shukla den International Chair der RUB inne. Als „Botschafter“ forcierte er die grenz- und fachüberschreitende Vernetzung der Universität und förderte die Wertschätzung der RUB im Ausland. Die Auszeichnung „International Chair“ wird für fünf Jahre an hochverdiente Mitglieder der RUB verliehen, die in „besonders herausragender Weise“ zur Internationalisierung der Universität beitragen. Als hoch dekorierter Wissenschaftler mit exzellenten internationalen Kontakten erfüllte Padma Shukla diese Aufgabe in beispielloser Weise. „Durch seine beeindruckende Schaffenskraft hat Padma Shukla viele Nachwuchswissenschaftler und angesehene Kollegen aus aller Welt nach Bochum gezogen“, sagt der Dekan der Fakultät, Prof. Ralf-Jürgen Dettmar.

    Forschung an staubigen Plasmen und Monsterwellen

    Ein Schwerpunkt von Prof. Shuklas wissenschaftlicher Arbeit waren staubige Plasmen, wie sie zum Beispiel in den Saturnringen vorkommen. In diesen Plasmen entdeckte er die sogenannten Dust Acoustic Waves (Staub-Schallwellen). 2009 lüftete er gemeinsam mit Kollegen aus den USA durch 3D-Simulation am Computer das 30 Jahre alte „Geheimnis der Voyager-Sonden“. Die Raumschiffe hatten Partikel in kleinen Wirbeln des Sonnenwindes aufgespürt, die „heißer“ waren, als sie nach einer seit 1941 bestehenden Theorie hätten sein dürfen. Darüber hinaus gelang es Shukla zusammen mit Wissenschaftlern aus Schweden, theoretisch zu berechnen und per Computer zu simulieren, wie sich kleine Wellen im Ozean unter bestimmten Voraussetzungen zur so genannten Monsterwelle aufschaukeln.

    Weitere Informationen

    Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar, Astronomisches Institut, Fakultät für Physik und Astronomie der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-23454, E-Mail: dettmar@astro.ruhr-uni-bochum.de

    Redaktion: Dr. Julia Weiler


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Physik / Astronomie
    überregional
    Personalia
    Deutsch


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