idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
WJ2014


Teilen: 
13.02.2013 11:03

Bilanz zu Feldmaus-Massenvermehrungen und Schäden im Jahr 2012

Stefanie Hahn Pressestelle
Julius Kühn-Institut

    Expertengespräch am Julius Kühn-Institut

    Im Jahr 2012 hatten Landwirte vor allem in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, aber auch in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen massive Ernteverluste zu beklagen. Die Verursacher waren Feldmäuse. So kam es beispielsweise im Harzvorland dazu, dass bis zu 80 % der neuen Winteraussaat von den Tieren vernichtet wurde. Das Julius Kühn-Institut (JKI) erforscht die periodisch immer wiederkehrenden Massenvermehrungen der Schadnager. Deshalb hatte das JKI Fachleute von Bundes- und Länderbehörden sowie Verbänden am 6.2. nach Braunschweig zu einem bilanzierenden Fachgespräch geladen. Dr. Jens Jacob, der Experte des JKI zum Phänomen der Massenvermehrungen, gab eine Übersicht über Befall und Schäden des Vorjahres. Zudem stellte er die Arbeiten an einem Prognosemodell vor, das helfen soll, die Entwicklung von Massenvermehrungen vorherzusagen.

    Vertreter der drei am stärksten betroffenen Länder berichteten über ihre Bemühungen im Jahr 2012, der Lage Herr zu werden. Wichtige Fragen wurden angesprochen, wie etwa der Einfluss der pfluglosen Bodenbearbeitung auf die Vermehrung der Mäuse, oder der Umstand, dass Windkraftanlagen und andere nichtbearbeitete Flächen als Refugien dienen, aus denen die Mäuse erneut in die Felder einwandern.

    Die Agrarministerkonferenz des Bundes und der Länder hatte sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt und hierzu die Einrichtung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe beschlossen. Die Teilnehmer des Fachgesprächs, unter ihnen Vertreter des Bundeslandwirtschaftsministeriums, des Bundesumweltministeriums, der Landesbehörden, der Zulassungsbehörde für Pflanzenschutzmittel sowie betroffener Verbände kommen im Ergebnis überein, künftig die Kräfte zu bündeln, Daten auszutauschen und ein gezieltes Feldmausmanagement zu entwickeln.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Tier- / Agrar- / Forstwissenschaften
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).