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19.02.2013 10:15

DHV-Ministerranking: Bauer vor Wolff und Wanka

Dr. Matthias Jaroch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Hochschulverband

    Schavan im Mittelfeld, Kunst und Kühne-Hörmann Schlusslicht

    Mit Theresia Bauer hat erstmals eine Politikerin der Grünen den Titel "Wissenschaftsministerin des Jahres" errungen. Die hochschul- und wissenschaftspolitischen Leistungen der Vorjahresvierten wurden im diesjährigen DHV-Ministerranking mit der Note "Befriedigend Plus"(2,84/Vorjahr: 3,27) am besten bewertet. Die baden-württembergische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst verwies die Siegerin der Jahre 2011 und 2012, die Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft in Sachsen-Anhalt, Birgitta Wolff (CDU) (Note: 2,87/Vorjahr: 2,77), und die Vorjahreszweite Johanna Wanka (CDU) aus Niedersachsen (Note: 3,16/Vorjahr: 3,11), die inzwischen zur Bundesministerin für Bildung und Forschung berufen worden ist, auf die Plätze zwei und drei. Gewählt werden konnten nur Minister, die zu Beginn der Abstimmung mindestens 100 Tage im Amt waren. Andernfalls stand der Amtsvorgänger zur Abstimmung.

    Einen bemerkenswerten Sprung nach oben ergab sich für Schleswig-Holstein, das im Vorjahr unter Minister Jost de Jager (CDU) (Note: 4,29) abgeschlagen auf Platz 13 landete. Die neue Ministerin und ehemalige Präsidentin der Universität Flensburg, Waltraud Wende (parteilos) (Note: 3,31), belegt Rang vier, gefolgt von ihrem bayerischem Kollegen Wolfgang Heubisch (FDP) (Note: 3,35/Vorjahr: 3,55). Das Mittelfeld führt die rheinland-pfälzische Ministerin Doris Ahnen (SPD) (Note: 3,53/Vorjahr: 3,41) an. Dahinter folgen der neue mecklenburg-vorpommersche Minister Matthias Brodkorb (SPD) (Note: 3,58), der das Vorjahresergebnis seines Amtsvorgängers Henry Tesch (CDU) (Note: 4,19) um fünf Plätze verbesserte, und die sächsische Ministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) (Note: 3,69/Vorjahr: 3,67).

    Zum vierten Mal wurde der/die „Wissenschaftsminister/-in des Jahres“ in einer Online-Umfrage unter den 27.500 Mitgliedern des Verbandes ermittelt. Anhand eines Eigenschaftskatalogs konnten die DHV-Mitglieder die Kompetenzen und Fähigkeiten der Landeswissenschaftsminister und der Bundesministerin für Bildung und Forschung umfassend beurteilen. An der Abstimmung vom 12. November bis 14. Dezember 2012 nahmen 2.213 Wissenschaftler teil. Sie stellten ihren Wissenschaftsministern ein mäßiges Zeugnis aus, wenngleich sich die Gesamtbewertung gegenüber dem Vorjahr von 3,68 auf 3,61 verbessert hat. Durchgängig wurden bei allen Ministern fehlendes Gespür für Wissenschaft und Universität ebenso wie Bürokratielastigkeit und Entscheidungsschwäche kritisiert.

    Die ehemalige Bundesministerin Annette Schavan (CDU), die trotz Plagiatsaffäre ihre Gesamtbewertung minimal verbessern konnte (Note: 3,71/Vorjahr: 3,79), landete vor Thüringens Minister Christoph Matschie (SPD) (Note: 3,88/Vorjahr: 3,85), der Platz neun einnimmt. Von Platz sieben auf Platz zehn rutschte Hamburgs Senatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) (Note 4,04/Vorjahr: 3,64). Platz elf ging an Svenja Schulze (SPD) aus Nordrhein-Westfalen (Note: 4,09/Vorjahr: 4,08). Berlins neue Senatorin Sandra Scheeres (SPD) rangiert auf Platz 12 (Note: 4,12) und damit neun Plätze hinter ihrem Amtsvorgänger Jürgen Zöllner (SPD), der im Vorjahr noch Platz drei errang (Note: 3,17). Eine Vier Minus gab es für das Schlussduo, Sabine Kunst (SPD) aus Brandenburg (Note: 4,30 Vorjahr: 3,85), die gegenüber dem Vorjahr um drei Plätze zurückfiel, und Eva Kühne-Hörmann (CDU) aus Hessen (Note: 4,30/Vorjahr: 4,44), die bereits im Vorjahr die rote Laterne innehatte.

    In die Bewertung kamen nur Minister, für die mindestens 50 Bewertungen abgegeben wurden. Das erforderliche Quorum verfehlten die saarländische Ministerpräsidentin und Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Technologie, Annette Kramp-Karrenbauer (CDU), und Bremens ehemalige Senatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD).

    Wissenschaftlich begleitet wurde das Ranking vom Zentrum für Evaluation und Methoden der Universität Bonn. Das detaillierte Ergebnis ist in der März-Ausgabe der Zeitschrift „Forschung & Lehre“ zu finden und kann unter dem unten genannten Link abgerufen werden.

    Die "Wissenschaftsministerin des Jahres" wird im Rahmen der Gala der Deutschen Wissenschaft geehrt, die am 18. März 2013 am Abend des 63. DHV-Tags in Leipzig stattfinden wird.

    - Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit rund 27.500 Mitgliedern. -


    Weitere Informationen:

    http://www.hochschulverband.de/ranking.pdf


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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