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20.02.2013 08:54

Mathe im Studium – Knackpunkt entschärfen

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Lehre^n zeichnet RUB-Projekt MP^2 – Mathe/Plus/Praxis aus
    Erfolgreiches Bochumer Programm soll übertragbar werden

    Im Ingenieur- und Naturwissenschaftsstudium ist Mathe am Anfang oft der Knackpunkt: Viele werfen deswegen früh das Handtuch – oder andersherum: Wer Mathe schafft, schafft auch den Rest. Die Bochumer Mathematik-Fakultät hat mit ihrem Projekt MP^2 ein Programm entwickelt, das angehenden Ingenieuren und Naturwissenschaftlern den Einstieg erleichtern soll.

    Bessere Betreuung und mehr Praxisbezug helfen ihnen, bei der Stange zu bleiben und die Hürde zu meistern. Ihre Erfahrungen wollen die Bochumer Mathematiker jetzt für andere Hochschulen und Fächer aufbereiten und übertragbar machen. Mit diesem Projekt wurden sie in das Kolleg 2013 des Bündnis Lehre^n aufgenommen. Dieses Kolleg, dem unter anderen die TU Berlin und die TU Wien angehören, dient dem Austausch zwischen Fakultäten, die sich für die Weiterentwicklung von Lehre im Fach Mathematik engagieren.

    Erfolgreiches Programm gegen Verwirrung und Frust

    Das Projekt MP^2 und seine Teilprojekte MathePlus und MathePraxis haben sich in den vergangenen drei Jahren als erfolgreiche Maßnahmen gegen den Studienabbruch in der Studieneingangsphase der Natur- und Ingenieurwissenschaften erwiesen. Studienanfänger, die noch keine Lernstrategien für ein erfolgreiches Studium entwickelt haben, erhalten im Programm MathePlus eine strukturierte Begleitung. Studierende, deren Motivation und Leistungsbereitschaft abnimmt, weil für sie der Anwendungsbezug nicht sichtbar ist, bekommen im Programm MathePraxis die Möglichkeit, auf Basis ihrer neuen Kenntnisse in der Höheren Mathematik Praxisfragen aus dem Ingenieurwesen zu lösen.

    Erfahrungen weitergeben, beraten und begleiten

    Beide Teilprojekte wurden in der Konzeptionsphase auf die Studierenden der Fächer Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Umwelttechnik zugeschnitten. „Die Erkenntnisse und einzelnen Maßnahmen in beiden Projekten sind jedoch bereits soweit erprobt und abstrahiert, dass sie nicht mehr spezifisch auf die Ruhr-Universität Bochum zugeschnitten sind, sondern auf ähnliche Veranstaltungen mit Studierendengruppen aus den MINT-Fächern an anderen Universitäten transferiert werden können“, erklärt Dr. Eva Glasmachers vom Projektteam. Im Rahmen von Lehre^n wollen die Wissenschaftler Erfahrungen aus dem bisherigen Projekt MP^2 an andere interessierte Universitäten weitergeben und sie bei der Übertragung und Umsetzung der erprobten Konzepte beraten und begleiten. Dabei wollen sie die Maßnahmen von MP^2 weiterentwickeln und anderen Hochschulen systematisch Material für die Planung und Durchführung ähnlicher Projekte zur Verfügung stellen.

    Best Practice-Beispiele und ein Drehbuch

    „In Kooperation mit anderen Hochschulen wird die genaue Evaluierung der Elemente von MathePlus auf eine breitere Basis gestellt, und die verhältnismäßig personalintensive Entwicklung neuer Praxisprojekte kann mit Hilfe von Partnern durchgeführt werden“, so Dr. Jörg Härterich vom Projektteam. Ziel könne hier eine Sammlung von „Best-practice“-Beispielen aus verschiedenen Disziplinen sein. Darüber hinaus soll ein „Drehbuch“ erstellt werden, in dem unter anderem der zeitliche Ablauf, fachliche und didaktische Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, notwendige personelle Ressourcen, typische Schwierigkeiten sowie Erfahrungswissen zusammengefasst werden.
    Bündnis Lehre^n
    Lehre^n ist eine Gemeinschaftsinitiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der Joachim Herz Stiftung, der NORDMETALL-Stiftung und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

    Weitere Informationen

    Prof. Dr. Herold Dehling, Dr. Eva Glasmachers, Dr. Jörg Härterich, Fakultät für Mathematik der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-25678, herold.dehling@rub.de

    Redaktion: Meike Drießen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Mathematik
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


    Prof. Herold Dehling, Dr. Jörg Härterich und Dr. Eva Glasmachers.


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