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20.02.2013 10:13

Wasser – Naturgewalt und Lebenselixier

Dipl.-Ing. Sibylle Wirth Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

    Ohne Wasser kein Leben. Auf dieser einfachen Formel basiert die Entwicklung aller Lebensformen auf unserem Planeten. Wasser kann aber auch zur tödlichen Bedrohung werden, wenn Sturmfluten oder Tsunamis besiedelte Gebiete verwüsten oder unser Trinkwasser verunreinigt wird. Noch immer ist der Zugang zu sauberem Wasser für mehr als 1 Milliarde Menschen nicht gewährleistet. Auf der Hannovermesse 2013 zeigt das Fraunhofer IOSB neue Projekte und Forschungsergebnisse, die sich mit dem Thema Wasser und Sicherheit beschäftigen.

    Seit dem verheerenden asiatischen Tsunami von 2004 im Indischen Ozean arbeiten Forscher und Behörden weltweit an verbesserten Vorhersagemodellen für derartige Katastrophen. Eine Unmenge von Daten werden seither gesammelt, am Meeresboden, an der Meeresoberfläche, aus der Luft, aus dem Weltall von unterschiedlichen Satelliten, in Klimamodellen, Simulationen und Wetterprognosen. Um daraus Vorhersagen erstellen zu können, werden entsprechende IT-Plattformen benötigt, die diese Informationen zusammenführen, auswerten und verfügbar machen.

    Das EU-Projekt TRIDEC - Collaborative, Complex and Critical Decision-Support in Evolving Crises - ist auf die Nutzung neuer Technologien für intelligentes Informationsmanagement in Echtzeit fokussiert. Die wichtigste Herausforderung ist der Aufbau einer Kommunikationsinfrastruktur von interoperablen Diensten, um riesige - sowohl von ihrer Anzahl als auch von ihrer Größe - dynamisch wachsende Informationen und Daten effizient zu erschließen, zu fusionieren, auszuwerten und zu verwalten. Räumlich verteilte Gruppen von Entscheidungsträgern arbeiten in einer gemeinsamen Entscheidungsunterstützungsumgebung zusammen, um auf drohende Naturkatastrophen - wie Tsunamis - rechtzeitig reagieren und um komplexe und kritische Operationen - wie tiefe Erdbohrungen - in allen Phasen beherrschen zu können.

    Das Deutsche GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) koordiniert das Konsortium von 10 Partnern aus 6 europäischen Ländern. Das Fraunhofer IOSB ist an den Arbeitspaketen »Architektur« und »Wissensdatenbank« beteiligt und leitet das Arbeitspaket »Diensteorchestrierung und Entscheidungsunterstützungsworkflows«.

    Das Exponat TRIDEC zeigt neueste Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der intelligenten Datenverarbeitung für Krisenmanagement-Systeme. Als Beispiele dienen ein System zur Früherkennung von drohenden Havarien in Bohrlöchern bei Tiefseebohrungen, wie sie im Verlauf von Erdöl-/Erdgasbohrungen häufiger vorkommen und die das Potential für enorme Umweltschäden haben, sowie das im Aufbau befindliche Tsunami-Frühwarnsystem für das Mittelmeer und den Nordost-Atlantik. In Live-Demos und Filmen wird die Funktionsweise der Systeme vorgeführt, am Stand sind die Sensoren zu besichtigen. Standbesucher erhalten die einmalige Gelegenheit, eine Weltkugel in Schwingung zu versetzen und das Ergebnis seismologisch korrekt zu begutachten.

    Weitere Informationen unter: http://www.tridec-online.eu/

    Partner:
    GFZ Potsdam, Joanneum Research aus Österreich als Partner für die Bohrungen

    Fernando Chaves
    Informationsmanagement und Leittechnik
    Fraunhoferstraße 1
    76131 Karlsruhe
    Telefon +49 721 6091-509
    fernando.chaves@iosb.fraunhofer.de


    Weitere Informationen:

    http://www.iosb.fraunhofer.de/servlet/is/33967/
    http://www.tridec-online.eu/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


    The TRIDEC Command and Control User Interface in the North East Atantic Tsunami.


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